Die sechs Zielnoten kennen
Die Standardstimmung von der dicksten zur dünnsten Saite ist E, A, D, G, H, E. Die beiden E-Saiten liegen eine Oktave auseinander – die tiefe klingt also etwa doppelt so tief wie die hohe.
- 6. (dickste) — tiefes E
- 5. — A · 4. — D · 3. — G
- 2. — H · 1. (dünnste) — hohes E
Immer nach oben stimmen
Ist eine Saite zu hoch, lass sie unter den Zielton und ziehe sie wieder hinauf. Nach unten zu stimmen lässt die Spannung auf der falschen Seite des Wirbels: Die Saite fällt binnen einer Minute wieder ab.
Drehe den Wirbel in kleinen Schritten und prüfe nach jedem. Große Drehungen schießen über den Ton hinaus – und genau das lässt Saiten reißen.
Eine saubere Anzeige am Mikrofon bekommen
Zupfe jeweils eine Saite mit klarem, ruhigem Anschlag und lass sie klingen. Das Stimmgerät braucht eine einzige stabile Tonhöhe: Zwei gleichzeitig klingende Saiten oder ein sehr leiser Anschlag lassen die Anzeige springen.
Spiele in einem ruhigen Raum, dämpfe die übrigen Saiten mit der Handkante und lass den Ton kurz stehen, bevor du die Anzeige beurteilst.
Wenn die Anzeige nicht ruhig wird
Springende Werte kommen meist von Hintergrundgeräuschen, einer schwachen Batterie im Klemmen-Stimmgerät oder einer alten Saite, die die Tonhöhe nicht mehr hält. Neue Saiten dehnen sich – rechne an den ersten Tagen mit mehrfachem Nachstimmen.
Fällt eine Saite immer wieder ab, prüfe, ob sie sauber und ohne Überkreuzung auf dem Wirbel liegt.